Studie: Erwartungen an Gespräche über das Lebensende

Eine schwerkranke Person unterhält sich mit den Angehörigen

 

Studie zu Erwartungen an Gespräche über das Lebensende – Teilnehmende gesucht 

Gespräche über das Lebensende, Tod und Sterben gehören zu den Themen, über die in unserer Gesellschaft häufig nur selten gesprochen wird. Doch warum fällt es vielen Menschen schwer, diese Gespräche zu beginnen oder darüber zu sprechen?

Ein Forschungsteam der Philipps-Universität Marburg beschäftigt sich in einer aktuellen Studie mit der Frage, welche Erwartungen Angehörige und nahestehende Personen an Gespräche über das Lebensende haben und welche Gründe dazu führen können, dass solche Gespräche stattfinden oder ausbleiben. Die Forschung untersucht dabei unter anderem, welche Gedanken, Sorgen oder Hoffnungen mit diesen Gesprächen verbunden sind.

Für die Studie werden Angehörige sowie Freunde von schwer erkrankten Menschen gesucht. Voraussetzung ist, dass die pflegebedürftige Situation noch nicht eingetreten ist.

Mit Ihrer Teilnahme können Sie dazu beitragen, besser zu verstehen, wie Menschen bei diesen herausfordernden Gesprächen unterstützt werden können.

Weitere Informationen finden Sie im Studienflyer.

Continue Reading

EHA 2026: Aktuelle Erkenntnisse

Logo des EHA Kongress 2026 in Stockholm

 

EHA2026: Aktuelle Erkenntnisse verständlich aufbereitet

Vom 11. bis 14. Juni 2026 fand der Kongress der European Hematology Association (EHA) in Stockholm statt. Als eine der weltweit größten Fachveranstaltungen für Hämatologie kamen Ärzt:innen, Forschende und Expert:innen aus der Gesundheitsbranche zusammen, um die neuesten wissenschaftlichen und klinischen Erkenntnisse zur Erforschung und Behandlung von Blutkrebserkrankungen zu präsentieren und zu diskutieren.

Damit diese aktuellen Entwicklungen auch für Patienten und Interessierte verständlich zugänglich sind, bereitet patients today die wichtigsten Kongressinhalte in leicht verständlicher Sprache auf. Experten ordnen die vorgestellten Studien ein, erläutern deren Bedeutung für die Praxis und geben einen verständlichen Überblick über die wichtigsten Neuerungen.

Folgende Themen stehen im Fokus:

  • Akute Myeloische Leukämie (AML)
  • Chronische Lymphatische Leukämie (CLL)
  • Multiples Myelom (MM)

 

Werfen Sie hier einen Blick auf die Übersicht aller Beiträge. Alle weiteren Informationen zum Angebot finden Sie im Flyer.

Continue Reading

DLH-Patientenkongress 2025

…und 30. Geburtstag der DLH!

Unser Dachverband Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe e.V. (DLH) unterstützt Patienten mit Leukämien, Lymphomen und anderen hämatologischen Erkrankungen sowie ihre Angehörigen bereits seit 1995. Das ist ein Grund zum Feiern, und deshalb findet der diesjährige DLH-Patientenkongress vom 21.-22. Juni am Gründungsort in Köln statt. Es gibt wieder viele Workshops speziell zu den Erkrankungen, aber auch übergreifend zu Themen wie Bewegung und Sport, Patienten als Partner der Krebsforschung und Palliativmedizin. Nicht zuletzt wirft Prof. Dr. Wörmann einen spannenden Blick auf “30 Jahre Hämatologie – 1995-2025”.

Schauen Sie gern in das Programm und melden sich an. Wir freuen uns, Sie auf dem Kongress zu treffen!

 

Weitere Informationen finden Sie auch in der Pressemitteilung der DLH zum Patientenkongress

 

Continue Reading

Vitamin D bei der Chronischen Lymphatischen Leukämie

Vitamin D ist ein Nahrungsergänzungsmittel, das immer wieder in aller Munde ist. Der Körper stellt es zwar selbst her, braucht aber dafür die Sonne – deshalb muss es gerade in den Wintermonaten bei einigen Menschen als Tablette oder Kapsel gegeben (supplementiert) werden. Doch hat es vielleicht nicht nur positive Wirkungen auf die generelle Gesundheit, sondern spezifische Effekte auf Menschen mit Chronischer Lymphatischer Leukämie (CLL). Diese Hypothese kam daher, dass in der Vergangenheit bereits häufiger Zusammenhänge zwischen einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel und einer schlechteren Prognose hämato-onkologischer Erkrankungen gezeigt werden konnten.

Um dies zu überprüfen, wurde eine retrospektive Studie in Israel durchgeführt. Retrospektiv bedeutet, dass man keine neuen Daten aktiv gesammelt hat, sondern dass man bereits „zufällig“ bestehende Daten analysiert hat. Es wurden 3.474 Patientendaten ausgewertet, wobei 931 Patienten (26,8 %) über mindestens 6 Monate lang ein Vitamin-D-Präparat erhielten. Alle Patienten befanden sich im Watch&Wait-Stadium – sie wurden also noch nicht behandelt, sondern nur regelmäßig untersucht. Begutachtet wurden vor allem die Zeit von der Diagnose bis zur ersten Behandlung und das behandlungsfreie Überleben. Dabei hat man auch verschiedene Störfaktoren betrachtet und eine Vergleichsanalyse mit Vitamin C durchgeführt, welches im Gegensatz zu Vitamin D keine besseren Ergebnisse brachte.

Die Ergänzung mit Vitamin D führte sowohl zu einer statistisch signifikanten längeren Zeit von der Diagnose bis zu der Behandlung bei den jungen Patienten als auch zu einem längeren behandlungsfreien Überleben aller Altersgruppen. Personen, die das Vitamin nicht einnahmen, hatten ein medianes behandlungsfreies Überleben von 84 Monaten, während Patienten mit den Nahrungsergänzungsmitteln im Median 169 Monate schafften. Dabei zeigten natürliche Supplemente eine bessere Wirkung als synthetische Analoga.

Obwohl eine prospektive Studie, also eine Studie, bei der aktiv neue Daten gesammelt werden, notwendig ist, um diese Ergebnisse zu bestätigen, lässt sich trotzdem eine Sache schlussfolgern: Es lohnt sich, seine Vitamin-D-Spiegel untersuchen zu lassen und bei einem Mangel zu supplementieren 🙂

Hier geht es zu der Studie

Für mehr spannende Themen: Unser Artikel zu dem Mikrobiom

Lydia Möws

Continue Reading